MRIS für ISO/IEC 27001:2022, Annex A. Fassung 2.0, September 2026

Wirken Ihre ISO-27001-Controls noch, wenn der Angreifer eine KI ist?

MRIS analysiert alle 93 Controls aus ISO/IEC 27001:2022 Annex A (ISO/IEC 27002:2022) gegen KI-beschleunigte Angriffe. Für jede Lücke benennt die Analyse flankierende Mythos-Härtungs-Controls, und der Implementation Guide beschreibt deren Umsetzung.

Kostenlos unter CC BY-SA 4.0, ohne Registrierung. Englische Fassungen und YAML unter Downloads.

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Alle 93 Controls

93 Controls: 29 standfest, 37 teilweise degradiert, 4 reine Reibung, 23 nicht betroffen.

A.5
A.6
A.7
A.8

Analysematrix

Alle 93 Controls mit Einstufung und flankierenden MHC, gemäß MRIS Anhang A. Suchen Sie nach Nummer, Titel oder MHC, oder filtern Sie nach Einstufung.

93 von 93 Controls

Analysematrix der 93 Controls aus ISO/IEC 27001:2022 Annex A
ControlTitelEinstufungFlankierende MHC
A.5 Organisatorische Maßnahmen 37 Controls
A.5.1Informationssicherheitsrichtliniennicht betroffen–
A.5.2Informationssicherheitsrollen und -verantwortlichkeitennicht betroffen–
A.5.3Aufgabentrennungteilweise degradiertMHC-05
A.5.4Verantwortlichkeiten der Leitungnicht betroffen–
A.5.5Kontakt mit Behördenteilweise degradiertMHC-11
A.5.6Kontakt mit speziellen Interessengruppennicht betroffen–
A.5.7Threat Intelligenceteilweise degradiertMHC-05
A.5.8Informationssicherheit im Projektmanagementnicht betroffen–
A.5.9Inventar von Informationen und zugehörigen WertenstandfestMHC-13
A.5.10Akzeptable Nutzung von Informationennicht betroffen–
A.5.11Rückgabe von Wertennicht betroffen–
A.5.12Klassifizierung von Informationenstandfest–
A.5.13Kennzeichnung von Informationennicht betroffen–
A.5.14Informationsübertragungteilweise degradiertMHC-05
A.5.15Zugriffskontrolleteilweise degradiertMHC-04, MHC-05
A.5.16IdentitätsmanagementstandfestMHC-04, MHC-13
A.5.17Authentisierungsinformationteilweise degradiertMHC-03
A.5.18Zugangsrechteteilweise degradiertMHC-10
A.5.19Informationssicherheit in Lieferantenbeziehungenteilweise degradiertMHC-02
A.5.20Adressierung in Lieferantenvereinbarungenteilweise degradiertMHC-02
A.5.21Management der ICT-Lieferketteteilweise degradiertMHC-02
A.5.22Überwachung Lieferantendienstleistungenteilweise degradiertMHC-02
A.5.23Cloud-Diensteteilweise degradiertMHC-06, MHC-07
A.5.24Planung IR-Managementteilweise degradiertMHC-11
A.5.25Beurteilung und Entscheidung zu Ereignissenreine ReibungMHC-11
A.5.26Reaktion auf Vorfälleteilweise degradiertMHC-11
A.5.27Lernen aus Vorfällenstandfest–
A.5.28Sammlung von Beweismaterialstandfest–
A.5.29Informationssicherheit während einer Störungteilweise degradiertMHC-08
A.5.30ICT-Bereitschaft für BCMstandfestMHC-08
A.5.31Identifikation rechtlicher Anforderungennicht betroffen–
A.5.32Rechte an geistigem Eigentumnicht betroffen–
A.5.33Schutz von Aufzeichnungenteilweise degradiertMHC-08
A.5.34Datenschutz und PIIteilweise degradiert–
A.5.35Unabhängige Überprüfungteilweise degradiertMHC-10, MHC-12
A.5.36Einhaltung von Richtlinienreine ReibungMHC-10
A.5.37Dokumentierte Betriebsprozessenicht betroffen–
A.6 Personenbezogene Maßnahmen 8 Controls
A.6.1Überprüfung (Screening)nicht betroffen–
A.6.2Beschäftigungsbedingungennicht betroffen–
A.6.3Bewusstsein, Aus- und Weiterbildungteilweise degradiert–
A.6.4Disziplinarverfahrennicht betroffen–
A.6.5Verantwortlichkeiten nach Beendigungstandfest–
A.6.6Vertraulichkeitsvereinbarungennicht betroffen–
A.6.7Remote-Arbeitteilweise degradiertMHC-03, MHC-04
A.6.8Meldung von Sicherheitsereignissenteilweise degradiert–
A.7 Physische Maßnahmen 14 Controls
A.7.1Physische Sicherheitsperimeterstandfest–
A.7.2Physische Zutrittskontrollestandfest–
A.7.3Sicherung Büros und Einrichtungenstandfest–
A.7.4Physische Sicherheitsüberwachungstandfest–
A.7.5Schutz vor physischen und Umwelt-Bedrohungennicht betroffen–
A.7.6Arbeiten in Sicherheitsbereichenstandfest–
A.7.7Clear Desk und Screen Locknicht betroffen–
A.7.8Aufstellung und Schutz von Gerätennicht betroffen–
A.7.9Sicherheit von Werten außerhalb der Räumlichkeitenteilweise degradiert–
A.7.10Speichermedienstandfest–
A.7.11Versorgungseinrichtungennicht betroffen–
A.7.12Verkabelungssicherheitnicht betroffen–
A.7.13Wartung von Gerätennicht betroffen–
A.7.14Sichere Entsorgung oder Wiederverwendungstandfest–
A.8 Technologische Maßnahmen 34 Controls
A.8.1Benutzer-Endpunktgeräteteilweise degradiertMHC-03, MHC-05
A.8.2Privilegierte ZugriffsrechtestandfestMHC-04
A.8.3Einschränkung des Informationszugangsteilweise degradiertMHC-05
A.8.4Zugang zu Quellcodeteilweise degradiertMHC-02, MHC-05
A.8.5Sichere Authentisierungteilweise degradiertMHC-03
A.8.6Kapazitätsmanagementnicht betroffen–
A.8.7Schutz vor Malwareteilweise degradiertMHC-05
A.8.8Verwaltung technischer Schwachstellenreine ReibungMHC-09
A.8.9KonfigurationsmanagementstandfestMHC-10
A.8.10Informationslöschungstandfest–
A.8.11Datenmaskierungstandfest–
A.8.12Verhinderung von Datenabflussteilweise degradiertMHC-05
A.8.13Informationssicherung (Backup)standfestMHC-08
A.8.14RedundanzstandfestMHC-08
A.8.15Protokollierung (Logging)standfestMHC-05
A.8.16Überwachungsaktivitätenteilweise degradiertMHC-05
A.8.17Uhrenzeit-Synchronisationstandfest–
A.8.18Privilegierte Hilfsprogrammestandfest–
A.8.19Software-Installationstandfest–
A.8.20Netzwerksicherheitteilweise degradiertMHC-04
A.8.21Sicherheit von Netzwerkdienstenteilweise degradiertMHC-04
A.8.22Trennung in Netzwerkenteilweise degradiertMHC-04, MHC-07
A.8.23Webfilterungreine ReibungMHC-03
A.8.24Verwendung von KryptographiestandfestMHC-01
A.8.25Sicherer Entwicklungslebenszyklusteilweise degradiertMHC-09
A.8.26Sicherheitsanforderungen für Anwendungenteilweise degradiertMHC-09
A.8.27Prinzipien der sicheren SystemarchitekturstandfestMHC-13
A.8.28Sicheres Programmierenteilweise degradiertMHC-09
A.8.29Sicherheitsprüfung in Entwicklung und AbnahmestandfestMHC-09, MHC-12
A.8.30Ausgelagerte Entwicklungteilweise degradiertMHC-02
A.8.31Trennung von UmgebungenstandfestMHC-06
A.8.32Änderungsmanagementteilweise degradiertMHC-09
A.8.33Testinformationenstandfest–
A.8.34Schutz während Audittestsnicht betroffen–

Was sich an der Bedrohungslage verändert hat

Die Methodik der ISO/IEC 27001 bleibt intakt. Destabilisiert sind ihre Eingaben: Annahmen über Zeit, Aufwand und Fähigkeiten der Angreifer.

Kollaps des Patch-Fensters
Die Zeit zwischen bekannter Schwachstelle und Ausnutzung schrumpft gegen null.
Kompression der Zeitachse
Vom ersten Zugriff bis zum Schaden vergehen Minuten, nicht Tage.
Fragmentierung
Angriffe laufen parallel und verteilt, um die Reaktion zu überlasten.
Entkopplung von Fähigkeit und Akteur
Angriffsfähigkeit hängt nicht mehr an der Ressourcenstärke des Akteurs.

Sieben systematische Lücken der ISO/IEC 27002:2022

Die Lückenanalyse (Kapitel 8) verdichtet diese Verschiebungen zu Anforderungen, die andere Rahmenwerke bereits verbindlich kennen und die unter Mythos-Bedingungen harte Schutzwirkung entfalten:

  • Post-Quantum-Strategie und Crypto-Agility
  • Supply-Chain-Transparenz mit SBOM-Pflicht
  • Container, Confidential Computing und Multi-Tenancy
  • Zeitbasierte Meldefristen und Root-Cause-Pflicht
  • Kontinuierliche Prüfung statt periodischer Audits
  • Phishing-resistente MFA und Workload-Identität
  • Automatisierungspflicht und Parallel-Incident-Testing

Alle sieben Lücken im Detail: Forderungen der Rahmenwerke und zugeordnete MHC

Einstufung und Risikobewertung

Jedes Control erhält eine von vier Einstufungen. Das Ergebnis fließt direkt in die Risikobewertung nach ISO/IEC 27005 ein.

Standfest
29
31 %
Wirkt strukturell weiter – kryptografische oder architektonische Härte.
Teilweise degradiert
37
40 %
Wirkt eingeschränkt – braucht eine flankierende Härtung.
Reine Reibung
4
4 %
Kernwirkung entfällt – muss ersetzt oder umgestaltet werden.
Nicht betroffen
23
25 %
Von der KI-Bedrohung neutral – bleibt unverändert wichtig.

Brücke zu ISO/IEC 27005. Ein teilweise degradiertes Control hebt die Eintrittswahrscheinlichkeit um eine Stufe, ein Control mit reiner Reibung um zwei Stufen.

Hebelwirkung: wenige Maßnahmen tragen viele Lücken

Wie viele der 41 degradierten Controls (teilweise degradiert und reine Reibung) jedes MHC flankiert. MHC-01 und MHC-13 flankieren nur standfeste Controls, können je nach Datenlage und Einsatz von AI-Agenten aber trotzdem Priorität P0 haben.

Wirkungsbreite je MHC
MHCDegradierte ControlsAuch standfest flankiertCharakter
MHC-05 Verhaltensbasierte Detection10A.8.15breit querschnittlich
MHC-02 SBOM und Build-Provenance6–Lieferkette
MHC-03 Phishing-resistente MFA5–Identität und Authentisierung
MHC-04 Workload-Identität und Zero Trust5A.5.16, A.8.2Identität und Zugriff
MHC-09 AI-gestütztes Security-Testing5A.8.29sichere Entwicklung
MHC-11 SOAR und Tier-1-Automation4–Incident Response
MHC-10 Continuous Control Monitoring3A.8.9Prüfung
MHC-07 Multi-Tenancy-Isolation2–Cloud
MHC-08 Unveränderliche Backups2A.5.30, A.8.13, A.8.14Resilienz
MHC-06 Container und Confidential Computing1A.8.31eng
MHC-12 Threat-Led Penetration Testing1A.8.29eng, validierend
MHC-01 Post-Quantum-Strategie und kryptografisches Inventar0A.8.24flankiert nur standfeste Controls
MHC-13 AI-Agent-Governance0A.5.9, A.5.16, A.8.27flankiert nur standfeste Controls

Implementation Guide: von der Lücke zur Umsetzung

Der Implementation Guide beschreibt jedes der 13 MHC in derselben Gliederung, damit Leitung, IT und Audit an derselben Stelle nachschlagen:

  1. Control-Statement
  2. Zweck und Bedrohungsbezug
  3. Organisatorische Umsetzung aus Leitungsperspektive
  4. Technische Umsetzung für IT-Fachleute
  5. Umsetzungsbeispiele
  6. Reifegrad-Pfad (Initial, Defined, Managed)
  7. Messung und Audit-Nachweis
  8. Typische Fehler
  9. Abgrenzung, Restrisiko und Verweise

Priorisierung nach Threat Priority Score

Die MHC sind keine lineare Reihenfolge. Der Guide korreliert sie mit Bedrohungsszenarien und bildet je Szenario einen Score: Threat-Relevanz × Business Impact × Exposure × Control Gap, jeweils auf einer Skala von 1 bis 5. Daraus ergibt sich ein Standard-Tiering als anpassbares Template:

P0 sofort

  • MHC-03 Phishing-resistente MFAHohe Eintrittswahrscheinlichkeit, schnelle Risikoreduktion bei Admins und externen Zugängen.
  • MHC-08 Unveränderliche BackupsBasisfähigkeit gegen Ransomware und destruktive Angriffe.
  • MHC-05 Verhaltensbasierte DetectionOhne Detection keine belastbare Reaktion und keine sinnvolle SOAR-Automation.
  • MHC-04 Workload-Identität und Zero TrustReduziert Lateral Movement und ist Enabler für AI-Agenten.

P1 danach

  • MHC-02 SBOM und Build-ProvenanceGrundlage für Supply-Chain-Transparenz und Pipeline-Testing.
  • MHC-09 AI-gestütztes Security-TestingWirksam bei vorhandener Pipeline und SBOM-Basis.
  • MHC-11 SOAR und Tier-1-AutomationErst automatisieren, wenn Detection stabil ist.
  • MHC-10 Continuous Control MonitoringQuerschnitts-Control für laufende Abweichungserkennung.

P2 risikobasiert

  • MHC-06 Container und Confidential ComputingHoch relevant bei Container- und Cloud-Plattformen.
  • MHC-07 Multi-Tenancy-IsolationNur bei Multi-Tenant-Plattformen oder SaaS-Betrieb direkt anwendbar.
  • MHC-13 AI-Agent-GovernanceHoch relevant bei AI-Agenten, Tool-Calling oder Automatisierung; dann nach P0 hochstufen.
  • MHC-01 Post-Quantum-Strategie und kryptografisches InventarHöher priorisieren bei langlebig vertraulichen Daten.
  • MHC-12 Threat-Led Penetration TestingValidierung nach Basisumsetzung, danach regelmäßig.

Das Tiering ist ein Beispiel für typische Enterprise-Umgebungen und mit Bedrohungslage, Asset-Kritikalität und Anwendbarkeit abzugleichen. Der Score ist ordinal: Er dient der Reihung, nicht der Messung.

Implementation Guide herunterladen (PDF, Deutsch)

Marktvergleich

Fünfzehn Positionen, eine Frage: Welchen Beitrag leistet ein Werk für ein ISMS unter der aktuellen Gen-AI-Bedrohungslage? Gemessen werden die Mythos- und Gen-AI-Abdeckung und die Umsetzungsnähe und Auditierbarkeit.

Marktvergleich: Gen-AI-Abdeckung und Umsetzungsnähe von 15 WerkenStreudiagramm. MRIS allein liegt bei 9,4 Gen-AI-Abdeckung und 6,5 Umsetzungsnähe, die Kombination aus ISO/IEC 27002 und MRIS bei 9,4 und 9,0. Alle Werte stehen in der Tabelle unter dem Diagramm.00224466881010umsetzungsstark, Gen-AI-Lückeumfassend starkbegrenzte Positionthemenstark, Umsetzung offenMythos- und Gen-AI-AbdeckungUmsetzungsnähe und AuditierbarkeitMythos-Ready (CSA/SANS/[un]prompted/OWASP): Abdeckung 8,8, Umsetzungsnähe 4,6 (Programm-Agenda)Mythos-ReadyOWASP Top 10 for Agentic Applications: Abdeckung 7,8, Umsetzungsnähe 3,8 (Risiko-Top-10 (Community))OWASP Agentic Top 10MITRE ATT&CK v19.2 / ATLAS: Abdeckung 6,8, Umsetzungsnähe 6,4 (Taxonomie / Wissensbasis)MITRE ATT&CK / ATLASBSI C5:2026: Abdeckung 5,4, Umsetzungsnähe 9,0 (Prüfkatalog)BSI C5:2026NIST AI RMF 1.0 + GenAI-Profil (AI 600-1): Abdeckung 5,0, Umsetzungsnähe 5,8 (Governance-Rahmenwerk)NIST AI RMFISO/IEC 42001:2023: Abdeckung 4,6, Umsetzungsnähe 6,2 (Managementsystem-Norm)ISO/IEC 42001BSI A5 (AI Audit and Assurance Assessment Architecture): Abdeckung 3,9, Umsetzungsnähe 5,7 (Prüfkatalog, Community Draft)BSI A5 (Entwurf)CISA Zero Trust Maturity Model v2.0: Abdeckung 4,0, Umsetzungsnähe 6,8 (Reifegradmodell)CISA Zero TrustNIST CSF 2.0: Abdeckung 3,6, Umsetzungsnähe 7,0 (Rahmenwerk)NIST CSF 2.0CSA Cloud Controls Matrix v4: Abdeckung 3,5, Umsetzungsnähe 8,6 (Kontrollkatalog)CSA CCMCIS Controls v8.1: Abdeckung 3,2, Umsetzungsnähe 7,6 (Praxis-Framework)CIS ControlsBSI IT-Grundschutz: Abdeckung 3,0, Umsetzungsnähe 8,4 (Norm / Methodik)BSI IT-GrundschutzISO/IEC 27002 + MRIS for ISO 27001: Abdeckung 9,4, Umsetzungsnähe 9,0 (Kombination)ISO/IEC 27002 + MRISMRIS for ISO 27001 (v2.0): Abdeckung 9,4, Umsetzungsnähe 6,5 (Wirksamkeits-Layer)MRIS alleinISO/IEC 27002:2022: Abdeckung 2,2, Umsetzungsnähe 9,0 (Norm)ISO/IEC 27002
Qualitatives Experten-Scoring auf einer Skala von 0 bis 10 mit Unsicherheitsband von ±0,3 (Abdeckung) und ±0,4 (Umsetzungsnähe), am MRIS-Punkt als Fehlerbalken dargestellt. Bewertungsstand: August 2026. Methodik, Rubrik und Begründungen sind im Werk offengelegt. BSI A5 ist ein Community Draft vom 6. Juli 2026 (Kommentierungsfrist bis 31. August 2026) und noch kein finaler Standard.

ISO/IEC 27002 allein ist maximal zertifizierungsfähig, aber als Werk von 2022 ohne Antwort auf die Gen-AI-Bedrohungslage. Das ist keine Wertung der Norm, sondern ihrer Abdeckung dieser Bedrohungslage.

MRIS allein erreicht die höchste Gen-AI-Abdeckung des Vergleichsfelds, ist aber bewusst kein eigenständiges ISMS: ein Wirksamkeits-Layer, kein Ersatz, und ohne Normfundament nicht zertifizierungsfähig.

Die Kombination aus ISO/IEC 27002 und MRIS ist die entscheidungsrelevante Einheit für die Praxis: höchste Gen-AI-Abdeckung (9,4) und höchste Ausführungsstärke (9,0) des Feldes. Zertifiziert wird weiterhin das ISMS nach ISO/IEC 27001, mit einer um die 13 MHC erweiterten Anwendbarkeitserklärung.

Alle 15 Positionen als Tabelle
WerkTypGen-AI-AbdeckungUmsetzungsnähe
ISO/IEC 27002 + MRIS for ISO 27001Kombination9,49,0
MRIS for ISO 27001 (v2.0)Wirksamkeits-Layer9,46,5
Mythos-Ready (CSA/SANS/[un]prompted/OWASP)Programm-Agenda8,84,6
OWASP Top 10 for Agentic ApplicationsRisiko-Top-10 (Community)7,83,8
MITRE ATT&CK v19.2 / ATLASTaxonomie / Wissensbasis6,86,4
BSI C5:2026Prüfkatalog5,49,0
NIST AI RMF 1.0 + GenAI-Profil (AI 600-1)Governance-Rahmenwerk5,05,8
ISO/IEC 42001:2023Managementsystem-Norm4,66,2
BSI A5 (AI Audit and Assurance Assessment Architecture)Prüfkatalog, Community Draft3,95,7
CISA Zero Trust Maturity Model v2.0Reifegradmodell4,06,8
NIST CSF 2.0Rahmenwerk3,67,0
CSA Cloud Controls Matrix v4Kontrollkatalog3,58,6
CIS Controls v8.1Praxis-Framework3,27,6
BSI IT-GrundschutzNorm / Methodik3,08,4
ISO/IEC 27002:2022Norm2,29,0

Was MRIS leistet und was bewusst nicht

MRIS leistet

  • Wirksamkeitsanalyse aller 93 Controls der ISO/IEC 27002 gegen die KI-Bedrohung
  • Lückenanalyse zu C5:2026, NIST, DORA, CRA und NIS2
  • Einen auditfähigen Katalog von 13 Mythos-Härtungs-Controls mit Reifegraden
  • Eine Brücke in den Risikoprozess nach ISO/IEC 27005

MRIS leistet bewusst nicht

  • Kein vollständiges ISMS; ein etabliertes ISMS wird vorausgesetzt
  • Keinen eigenen Risikomanagement-Prozess
  • Kein Compliance-Mapping- oder Zertifizierungswerkzeug
  • Keine organisationsspezifische Policy-Hierarchie

Analysiert gegen ISO/IEC 27001:2022, ISO/IEC 27002:2022, BSI C5:2026, NIST, DORA, CRA, NIS2-Richtlinie und NIS2-Durchführungsverordnung.

Downloads

Neu in Fassung 2.0 (September 2026): Qualitäts-Release nach externer Prüfung (Fachreview, Leitungsperspektive, Audit-Logik), verbindliche Lesart der Reifegrade (Initial belegt keine Umsetzung) und Control-Statements aller 13 MHC auf die Stufe Defined synchronisiert.

Publikationen zu MRIS für ISO/IEC 27001
PublikationFassungStandLizenzDateien
Analyse MRIS2.0September 2026CC BY-SA 4.0DEEN
Implementation Guide2.0September 2026CC BY-SA 4.0DEEN
Maschinenlesbare Fassung2.0September 2026CC BY-SA 4.0YAML

MRIS und der Implementation Guide sind Arbeitshilfen zur Wirksamkeitsanalyse bestehender Sicherheitsmaßnahmen. Sie setzen ein etabliertes ISMS voraus und ersetzen es nicht. Sie stellen keine Rechts-, Compliance- oder Zertifizierungsberatung dar, erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und begründen keine Gewährleistung. Die Anwendung erfolgt in eigener Verantwortung.